1.300 Kilometer, drei Bildungseinrichtungen und ein großes Stadtfest: Vom 3. bis 11. Mai 2026 war unser Recycling-Mobil in Südtirol unterwegs. Ziel unserer Reise war es, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Themen Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz auf praktische und spannende Weise näherzubringen.
Während unserer Tour besuchten wir den Kindergarten Gais, den Kindergarten Olang, die Schule Olang und präsentierten unser Bildungsangebot zum Abschluss beim Überdrehtag – einem großen Stadtfest in Olang. Neben den Veranstaltungen blieb auch Zeit, die beeindruckende Natur Südtirols zu erleben und neue Inspirationen für unsere Umweltbildungsarbeit zu sammeln.
3. Mai – Anreise nach Südtirol
Nach dem Beladen unseres Recycling-Mobils starteten wir am frühen Morgen Richtung Südtirol. Die Fahrt über die Alpen bot bereits erste beeindruckende Ausblicke und ließ die Vorfreude auf die bevorstehende Woche wachsen.
Nach unserer Ankunft bezogen wir unsere Unterkunft und bereiteten die kommenden Veranstaltungstage vor.
4. & 5. Mai – Die Natur mit dem Mountainbike entdecken
Bevor unsere Bildungsarbeit begann, nutzten wir zwei freie Tage, um Südtirol kennenzulernen. Mit unseren Mountainbikes erkundeten wir die abwechslungsreiche Berglandschaft und unternahmen ausgedehnte Wanderungen durch die beeindruckende Natur der Dolomiten.
Für uns gehören Umweltbildung und Naturerlebnis untrennbar zusammen. Wer die Schönheit intakter Landschaften selbst erlebt, versteht noch besser, warum es sich lohnt, Ressourcen zu schützen und nachhaltiger zu handeln. Die beeindruckenden Bergpanoramen, Wälder und Almen lieferten uns nicht nur unvergessliche Eindrücke, sondern auch neue Motivation für unsere Arbeit.
6. Mai – Kindergarten Gais
Am ersten Veranstaltungstag waren wir zu Gast im Kindergarten Gais. Die Kinder begegneten unserem Recycling-Mobil mit großer Neugier und wollten sofort wissen, wie aus altem Kunststoff neue Produkte entstehen.
Gemeinsam schredderten wir Kunststoff, erklärten den Recyclingprozess und zeigten, wie aus vermeintlichem Abfall wieder wertvolle Alltagsgegenstände hergestellt werden können. Spielerisch lernten die Kinder, warum Rohstoffe kostbar sind und weshalb Recycling ein wichtiger Baustein für den Umweltschutz ist.
7. Mai – Kindergarten Olang
Am nächsten Tag führte uns unsere Tour in den Kindergarten Olang. Auch hier stand das Mitmachen im Mittelpunkt. Die Kinder konnten den gesamten Recyclingprozess hautnah miterleben und selbst aktiv werden.
Mit großer Begeisterung entstanden die ersten selbst gefertigten Produkte. Gleichzeitig führten wir altersgerecht an die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung heran. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Begeisterung selbst die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zusammenhänge verstanden und eigene Ideen entwickelten.
8. Mai – Schule Olang
An der Schule Olang konnten wir unsere Inhalte noch intensiver vermitteln. Neben der praktischen Arbeit mit dem Recycling-Mobil stand hier auch ein abwechslungsreicher Theorieunterricht auf dem Programm.
Gemeinsam beschäftigten wir uns mit:
- der Geschichte von Save Nature,
- den verschiedenen Recyclingkreisläufen,
- den Naturkreisläufen unserer Erde sowie
- den Wirtschaftskreisläufen und der Bedeutung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.
Anschließend wurde das Gelernte direkt in die Praxis umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler erlebten hautnah, wie aus Kunststoffabfällen neue Produkte entstehen und wie jeder Einzelne zum Ressourcenschutz beitragen kann.
9. Mai – Überdrehtag in Olang
Den Höhepunkt unserer Reise bildete der Überdrehtag in Olang. Das Stadtfest bot die ideale Gelegenheit, unser Recycling-Mobil einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren.
Kinder, Jugendliche, Eltern und Großeltern nutzten die Gelegenheit, unsere Maschinen kennenzulernen, Fragen zu stellen und selbst aktiv zu werden. Es entstanden zahlreiche Gespräche über Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Umweltbildung.
Gerade diese Begegnungen zeigen uns immer wieder, wie wichtig es ist, Nachhaltigkeit nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen.
10. Mai – Ein letzter Tag in den Bergen
Nach den erfolgreichen Veranstaltungstagen nutzten wir einen weiteren freien Tag, um noch einmal die einzigartige Bergwelt Südtirols zu genießen.
Beim Wandern und Mountainbiken konnten wir die Woche Revue passieren lassen. Gleichzeitig entstanden viele neue Ideen für zukünftige Projekte und Bildungsangebote. Solche Momente in der Natur erinnern uns immer wieder daran, weshalb wir uns mit Leidenschaft für den Schutz unserer Umwelt einsetzen.
11. Mai – Heimreise nach Thüringen
Mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Kontakten und jeder Menge Motivation machten wir uns auf den Rückweg nach Thüringen.
Die Tour hat eindrucksvoll gezeigt, dass Nachhaltigkeit keine Grenzen kennt und Menschen jeden Alters verbindet.
Unsere Südtirol-Tour in Zahlen
Unsere Reise war nicht nur voller schöner Begegnungen, sondern auch ein großer Erfolg für unsere Bildungsarbeit:
Strecke
- 1.300 Kilometer zurückgelegt (Hin- und Rückfahrt)
Erreichte Menschen
- 210 Kinder
- 63 Erwachsene
Direkt recycelte Kunststoffprodukte
In unserer Spritzgussmaschine entstanden 316 neue Produkte, darunter:
- Lineale
- Kämme
- Karabiner
- Kleiderhaken
- Pflanzklammern
Kreativwerkstatt
Zusätzlich fertigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 325 kreative Werke, darunter:
- handgefertigte Seifen
- individuell gestaltete Holunderstifte
- Cyanotypien – faszinierende Fotogramme mit der Kraft der Sonne
Gemeinsam Zukunft gestalten
Unsere Südtirol-Tour hat einmal mehr gezeigt, wie wirkungsvoll Umweltbildung sein kann, wenn Menschen selbst aktiv werden. Ob beim Kunststoffrecycling, beim kreativen Gestalten oder im gemeinsamen Austausch – überall entstanden Begeisterung, neue Ideen und ein besseres Verständnis für nachhaltiges Handeln.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Kindergarten Gais, dem Kindergarten Olang, der Schule Olang sowie den Organisatorinnen und Organisatoren des Überdrehtags für die Einladung, die hervorragende Zusammenarbeit und die herzliche Gastfreundschaft.
Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen in Südtirol – denn eines ist sicher:
Nachhaltigkeit kennt keine Grenzen.


















